Entdecke den Künstler in dir!

Wir Deutschen hätten immer gern eine Patentlösung. Wir gehen in eine Fortbildung und wollen für unser gutes Geld wissen: Was ist wahr? Was ist richtig? Was ist das Beste? Hier gibt es jetzt eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte: die absolute Wahrheit gibt es leider nicht, weder bei der Reitweise, noch bei der Pferdehaltung oder dem Betriebskonzept. Es hängt damit zusammen, dass wir alle unterschiedliche Vorstellungen, Situationen, Wahrnehmungen und Begabungen haben sowie auch eine eigene Art des Managements.

Die gute Nachricht ist jedoch: wir müssen gar nicht bewerten und nicht immer entscheiden. Wir können fröhlich Elemente aus verschiedenen Reitweisen mixen, Pferde in denkmalgeschützten Gebäuden halten oder in modernen Bewegungsanlagen oder kombiniert, den traditionellen Reitschulbetrieb oder Reiten als Event organisieren.

Viel wichtiger als das WAS ist das WIE. Nach Dr. Margit Zeitler-Feicht von der TU Weihenstephan macht das Management 60%, also über die Hälfte, der Artgerechtigkeit in der Pferdehaltung aus.

Alles steht im Zusammenhang: die Freundlichkeit der Pferde, der Reiter und der Stallbesitzer; Pferdehaltung und Training; Hufe, Zähne, Sattel; wirtschaftliche und physische Gesundheit… die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Ein Gesamtkonzept ergibt sich individuell aus zigtausend Faktoren. Wenn es funktioniert, greift ein Rädchen ins andere. Wenn nicht: eine Störung wird nicht durch eine Standard-Patentlösung von anderen behoben. Der Spezialist für meine Situation, sowie derjenige mit dem größten Interesse daran bin ich  immer selbst. Das ist gar keine selbstverständliche Erkenntnis.

Notwendig ist, die eigenen Ziele zu formulieren und die Zusammenhänge zu verstehen, somit auch die Konsequenzen meiner Entscheidungen. Bent Branderup formuliert in seiner Akademischen Reitkunst: „Reiten kann Lebenskunst sein… und ein guter Künstler ist kein Kopist. Er ist Unikat, und muss seinen eigenen Weg gehen, aber er kann sich überall inspirieren lassen und mit Augen und Ohren klauen.“

Unter diesem Aspekt bietet die Kölner Pferde-Akademie den Pferdefachwirt an: Baustein für Baustein werden die Bedürfnisse der Pferde und ihrer Menschen auf neuestem Erkenntnisstand vorgestellt, gleichzeitig die Zusammenhänge und Möglichkeiten dargestellt – ohne Dogma und erhobenen Zeigefinger. Im zweiten Schritt werden Ideenaustausch und Kreativitätstechniken für den eigenen Weg ermöglicht.

Geeignet ist diese Qualifikation daher auch für Menschen, deren Interesse am Pferd erst später geweckt wird; besonders genannt sei die Generation 50+ .

Der nächste Pferdefachwirt-Lehrgang startet am 11.9.2014. Er kann schnellstens in einem halben Jahr absolviert, oder die Bausteine können über einen längeren Zeitraum verteilt werden.

Detailliertes Infomaterial unter www.koelnerpferdeakademie.de oder 0221 44900250.