Reitanlagen für die Zukunft!

Wer Pferde halten will, ob gewerblich oder privat, der schaut sich nach einer geeigneten Immobilie für sein Vorhaben um. Eine riesige Chance ist es, ein Stück Land zu besitzen oder zu erwerben, auf dem ein neues Bauvorhaben im Außenbereich umgesetzt werden darf. Zurecht wird nur privilegierten Landwirten eine Genehmigung erteilt, denn wenn jeder bauen würde, wie und wo er wollte, wäre unsere Landschaft flächendeckend zersiedelt: eine Frage des Landschaftsschutzes also.

Machen wir uns klar, eine neue Pferdehaltungsanlage ist für uns eine Lebensentscheidung:

  • Investitionen von Millionen Euros;
  • Widmung des eigenen Lebens und das der Familie diesem Pferdebetrieb;
  • Abschreibung über 50 Jahre.

50 Jahre (mindestens) soll dieser Betrieb also nun modern sein, den zukünftigen Ansprüchen der Pferde, ihrer Besitzer und dem Markt gerecht werden. „Das geht ja gar nicht, das kann man ja jetzt noch nicht wissen“ werden Sie sagen. Richtig. Wir wissen aber, dass die Vorstellung von artgerechter Pferdehaltung nach Tierschutzgesetz sich ständig weiterentwickelt, nie zurück. Wir können Trends in unserer Gesellschaft erkennen, was die Menschen brauchen werden für ihre Gesundheit und mit ihrem Freizeitbudget. Wir können Phantasie haben, Visionen zu entwickeln: wie könnte es aussehen in 50 Jahren? Was wünschen wir uns? Wir haben -nach dem Motto: die Gedanken sind frei- das Selbstbewusstsein, alles durchzuspielen, keine kuriose oder skurrile Idee zu verwerfen, mit anderen ‚brainzustormen’, neue Anlagen, neue Bauteile, neue Haltungsformen zu besichtigen und Vor- und Nachteile mit unserem Betriebskonzept abzugleichen.

Absolute No-Gos sind das Errichten konservativer Pferdeställe

  • nach den Vorgaben der Leitlinien. Die stellen nämlich Grenzwerte dar, deren Unterschreiten einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt;
  • ohne Architekt, der auf Pferdehaltung spezialisiert ist;
  • mit einem Berater, der ein Update in seinem Kenntnisstand zuletzt vor 20 Jahren durchgeführt hat.

Machen wir uns außerdem bewusst, dass wir eine Verantwortung nicht nur für uns selbst haben, vielmehr mit einem privilegierten Vorhaben auch der Umwelt und der Gesellschaft verpflichtet sind. Auch erwarten Kunden und Behörden heute ein hohes Maß an professionellem und innovativem Kenntnisstand.

Einen Spezial-Lehrgang zu Anlagenbau und Anlagenmanagement bietet die Kölner Pferde-Akademie vom 30.4.-3.5.2014 an. Dabei wechseln sich ab: Theorie mit neuesten Erkenntnissen, Exkursionen zu 6 beispielhaften Betrieben und Beurteilungsübungen unter den Aspekten Artgerechtigkeit, Kundenfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit.

Wir haben natürlich auch wieder ein Angebot für euch: wer zum Sachkundelehrgang im Mai (15.-18.) einen zweiten Teilnehmer mitbringt, erhält 20% Rabatt auf seine Teilnahmegebühr, oder jeder 10%, wie man es sieht.

In unserem kommenden Modul ‚Bewegen von Pferden’ vom 13.-16.2. sind noch wenige Plätze frei. Das betrifft alle Tage, die auch einzeln gebucht werden können: Ausbildung und Training von Pferden (reitweisenübergreifender Ansatz), Longieren – aber richtig, Der richtige Sattel sowie Vorführen und Exterieurbeurteilung.

Übrigens: unsere Absolventin Gudrun Grommeck hat ihre Pferdewirtschaftsmeisterprüfung mit Auszeichnung (Lehndorff-Plakette) bestanden. Wir gratulieren!

Reiterliche Grüße und vielleicht bis bald!
Eure Anja Jakubeit und Barbara Rauch